Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps - Sternwarte Zittau

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Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps

Juli 2017:
Am 3. Juli erreicht die Erde bei ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne ihren sonnenfernsten Punkt. Dieser wird von den Astronomen als Aphel bezeichnet. Die Erde ist dann immerhin etwa 152 Mio. km von der Sonne entfernt.
Astronomische Beobachtungen gestalten sich naturgemäß in den kurzen Nächten des Monats Juli schwierig. Sie beschränken sich auf die wenigen Stunden vor und nach Mitternacht. Vor Mitternacht ist nach wie vor Jupiter im Sternbild der Jungfrau zu sehen. Allerdings geht er auch immer eher unter, so dass eine Beobachtung immer schwieriger wird.
In den sehr frühen Morgenstunden ist hingegen Venus als Morgenstern zu bewundern. Ein besonders interessanter Anblick bietet sich am 12. und 13. Juli gegen 4:00 Uhr am Morgen. Venus durchquert dann das sogenannte "Goldene Tor" der Ekliptik (siehe Abbildung). Dieses befindet sich im Sternbild Stier zwischen dem sehr hellen Stern Aldebaran und dem offenen Sternhaufen der Plejaden. Ein hübscher Anblick, der für das zeitige Aufstehen bzw. die Unterbrechung der Nachtruhe entschädigt.
Am 20. Juli, ebenfalls gegen 4:00 Uhr, kommt es zu einem Zusammentreffen der Venus mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes (siehe Abbildung des Monats Juni).
Venus im goldenen Tor der Ekliptik
Juni 2017:
Am 21. des Monats Juni feiern wir die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres. Was für den größten Teil der Bevölkerung ein Grund zum Feiern ist, wird den Hobbyastronomen aber eher betrüben. Denn zum längsten Tag des Jahres gehört nun auch einmal die kürzeste Nacht des Jahres. Also gibt es im Juni eher schlechte Aussichten für astronomische Beobachtungen :-(
Beobachtungen sind dann eigentlich nur zu nachtschlafener Zeit möglich, wie z.B. am Morgen eben jenes 21. Juni. Gegen 4:00 Uhr kann man kurz vor Sonnenuntergang eine schöne Zusammenkunft von Venus als Morgenstern und dem abnehmenden Mond beobachten (siehe nebenstehende Abbildung). Wenn Sie ein Fernglas zur Hand haben, dann schauen Sie doch einmal nach dem aschfahlen Mondlicht oder Erdschein, auf der unbeleuchteten Seite des Mondes. Hier sollten wegen des Erdscheins trotzdem Oberflächenstrukturen zu sehen sein. Am linken Rand der Abbildung sind übrigens die Plejaden zu sehen. Vielleicht halten sie auch einmal nach diesem bekannten offenen Sternhaufen Ausschau.
Im Verlauf der kurzen Nächte empfiehlt es sich in diesem Jahr einmal nach den beiden größten Planeten unseres Sonnensystems, Jupiter und Saturn, zu schauen. Jupiter ist nach wie vor sehr schön im Sternbild der Jungfrau in der Nachbarschaft von Spica zu sehen. Am 15. des Monats Juni befindet sich Saturn in Oppositionsstellung zur Sonne / Erde. Dies bedeutet, dass er die ganze Nacht über am Himmel zu sehen sein wird. Schon mit einem kleinen Amateurfernrohr sollten Sie die Ringe erkennen können.

Links zu Internetseiten mit weiterführenden Beobachtungstipps

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