Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps - Sternwarte Zittau

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Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps

Juli 2020
Anfangs des Monats Juli erreicht die Erde bei ihrer Bahn um die Sonne ihren sonnenfernsten Punkt. Die Entfernung der Erde zur Sonne beträgt dann etwa 152 Mio. km. Für viele Laien ist es immer wieder ein überraschender Fakt, dass die Erde ihren sonnenfernsten Punkt ausgerechnet im Sommer erreicht, wenn es für uns Mitteleuropäer am wärmsten ist. Dies ist der Beweis dafür, dass die Jahreszeiten nichts mit der Entfernung Erde - Sonne zu tun haben.
Naturgemäß ist es im Hochsommer eher schwierig mit astronomischen Beobachtungen. So muss man lange warten, bis sich die Sterne am Himmel zeigen. Das Warten lohnt sich aber in diesem Monat. Mit Jupiter und Saturn zeigen sich die beiden größten Planeten unseres Sonnensystems in Oppositionsstellung. D.h. sie sind die ganze Nacht über optimal zu beobachten. Ein besonders schöner Anblick bietet sich am 5. Juli gegen Mitternacht. Dann kann man nicht nur die beiden Giganten sehen, sondern auch noch den Vollmond (siehe Abbildung).
Die Venus hat sich vor der Sonne vorbei bewegt und ist nun als Morgenstern am Himmel zu bewundern. Am Zehnten des Monat strahlt sie im größten Glanz, also mit maximaler Helligkeit.
05-07_00Uhr
Juni 2020:
Am 20. Juni beginnt der astronomische Sommer des jahres 2020 mit dem längsten Tag des Jahres. Der Astronom nennt dies Sommersonnenwende, da die Sonne den höchsten Punkt auf ihrer scheinbaren Jahresbahn erreicht. Für den Sternfreund beginnt dann eher eine schwierige Zeit, da es nun erst sehr spät richtig finster wird und astronomische Beobachtungen zu einer Zeit stattfinden müssen, die für Berufstätige eher ungünstig ist.
Fall die Berufstätigen allerdings morgens zeitig aufstehen müssen, so lohnt sich auf jeden Fall ein Blick an den Morgenhimmel. Jupiter nähert sich seiner Oppositionsstellung. Dies bedeutet, dass er nahezu die ganze Nacht über am Himmel zu sehen ist. Im Gefolge hat Jupiter die Planeten Saturn und Mars, die morgens vor der Dämmerung sehr schön den Verlauf der scheinbaren Sonnenbahn, der Ekliptik, markieren. Am Morgen des 13. Juni gesellt sich dann auch noch der Mond dazu (siehe Abbildung). Die ergibt einen sehr schönen Anblick. Verabschieden müssen wir uns allerdings von einer weiteren Hauptdarstellerin der letzten Wochen. Während uns die Venus in letzter Zeit als heller Abendstern leuchtete, durchläuft sie im Juni die untere Konjunktion, während der sie für uns nicht sichtbar ist, da sie vor der Sonne vorüberzieht.
13-06_04-00Uhr

Links zu Internetseiten mit weiterführenden Beobachtungstipps

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