Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps - Sternwarte Zittau

Direkt zum Seiteninhalt

Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps

Dezember 2019:
Im Monat Dezember erreicht die Sonne auf ihrer Bahn um die Sonne am frühen Morgen des 22. 12. ihren tiefsten Punkt. Dies bedeutet, dass für uns Bewohner der Nordhalbkugel der Erde der Winter beginnt. Dies ist die Zeit der langen Nächte, was den Sternfreund besonders erfreut.
Im Verlaufe des Monat bieten sich Gelegenheiten für die Beobachtung einiger Planeten unseres Sonnensystems.
Zu Beginn des Monats bietet der Merkur eine der seltenen Gelegenheiten zur Beobachtung im Verlauf eines Jahres. So kann er am 1.12. gegen 6:20 Uhr bei guter Sicht in Richtung Osten knapp über dem Horizont wahrgenommen werden. Am Ende des Monats kann Venus, passend zu Weihnachten ;-) , als Abendstern bewundert werden. Die Abbildung zeigt den Abend des 28.12. gegen 17:30 Uhr. Dann gesellt sich im Südwesten noch die schmale Mondsichel dazu.
28-12-2019_17-30Uhr
November 2019:
Bevor ich auf das absolute astronomische Highlight des Kalenderjahres 2019 komme, möchte ich ihr Augenmerk noch kurz auf eine hübsche Planetenparade am späten Nachmittag des 28.November lenken. Um die Zeit des Sonnenuntergangs (untenstehendes Bild zeigt den Himmelsanblick gegen 16:40 Uhr) sind im im Südwesten Venus als Abendstern, Jupiter und Saturn zu sehen. Die schmale Mondsichel kann ihnen als Aufsuchhilfe für Venus und Jupiter dienen. Um die beiden Planeten sehen zu können, sollten sie ein Fernglas zu Hilfe nehmen.

Vielleicht haben sie es in den Medien verfolgt. Zur Zeit geistert der Komet "Borisov" durch die Presse. Er ist wie der Asteroid "Oumuamua" ein interstellarer Gast ohne dauerhafte gravitative Bindung an die Sonne. Der Komet erreicht aber nur die 15,5 Größenklasse, ist also absolut kein Schweifstern für eine anschauliche Amateurbeobachtung und für die lichtverschmutzte Sternwartenumgebung schon gar nicht. Leider.

Den Höhepunkt des astronomischen Jahres 2019 stellt jedoch der Merkurtransit am Nachmittag des 11. November dar. Der Planet Merkur schiebt sich dabei vor die Sonnenscheibe und ist als winzig kleines Pünktchen zu sehen. Der Transit beginnt gegen 13:35 Uhr und endet um 19:04 Uhr. Da die Sonne an diesem Tag jedoch bereits um 16:18 Uhr untergeht, ist das Ende des Merkurdurchgangs von Deutschland aus nicht mehr zu beobachten. Wenn sie den Transit beobachten wollen, dann benötigen sie ein Fernglas mit mindestens 10-facher Vergrößerung. Dann sollte Merkur gerade so zu sehen sein. Empfohlen wird ein kleines Teleskop mit 50-facher Vergrößerung. Auf jeden Fall müssen sie unbedingt darauf achten, nicht ungeschützt, d.h. ohne Sonnenfilter, in die Sonne zu schauen.
Bei entsprechender Witterung, d.h. bei klarem Himmel, laden wir sie auch gern zur Beobachtung am Nachmittag auf den Mittelweg (Napoleonslinde) ein. Dann können sie unter fachmännischer Anleitung das Schauspiel völlig gefahrlos verfolgen. In der Zittauer Sternwarte wird leider keine Beobachtung möglich sein, da hohe Bäume die Sicht auf die Sonne verdecken.
Nähere Informationen zum Merkurtransit gibt es z.B. auf der Webseite http://www.merkurtransit.de/merkurtransit.htm. Verpassen sie die Gelegenheit nicht, denn den nächsten Transit gibt es erst wieder im November 2032 zu beobachten.
28-11-2019_16-40Uhr

Links zu Internetseiten mit weiterführenden Beobachtungstipps

Zurück zum Seiteninhalt