Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps - Sternwarte Zittau

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Hier gibt es jeden Monat aktuelle Beobachtungstipps

November 2019:
Bevor ich auf das absolute astronomische Highlight des Kalenderjahres 2019 komme, möchte ich ihr Augenmerk noch kurz auf eine hübsche Planetenparade am späten Nachmittag des 28.November lenken. Um die Zeit des Sonnenuntergangs (untenstehendes Bild zeigt den Himmelsanblick gegen 16:40 Uhr) sind im im Südwesten Venus als Abendstern, Jupiter und Saturn zu sehen. Die schmale Mondsichel kann ihnen als Aufsuchhilfe für Venus und Jupiter dienen. Um die beiden Planeten sehen zu können, sollten sie ein Fernglas zu Hilfe nehmen.

Vielleicht haben sie es in den Medien verfolgt. Zur Zeit geistert der Komet "Borisov" durch die Presse. Er ist wie der Asteroid "Oumuamua" ein interstellarer Gast ohne dauerhafte gravitative Bindung an die Sonne. Der Komet erreicht aber nur die 15,5 Größenklasse, ist also absolut kein Schweifstern für eine anschauliche Amateurbeobachtung und für die lichtverschmutzte Sternwartenumgebung schon gar nicht. Leider.

Den Höhepunkt des astronomischen Jahres 2019 stellt jedoch der Merkurtransit am Nachmittag des 11. November dar. Der Planet Merkur schiebt sich dabei vor die Sonnenscheibe und ist als winzig kleines Pünktchen zu sehen. Der Transit beginnt gegen 13:35 Uhr und endet um 19:04 Uhr. Da die Sonne an diesem Tag jedoch bereits um 16:18 Uhr untergeht, ist das Ende des Merkurdurchgangs von Deutschland aus nicht mehr zu beobachten. Wenn sie den Transit beobachten wollen, dann benötigen sie ein Fernglas mit mindestens 10-facher Vergrößerung. Dann sollte Merkur gerade so zu sehen sein. Empfohlen wird ein kleines Teleskop mit 50-facher Vergrößerung. Auf jeden Fall müssen sie unbedingt darauf achten, nicht ungeschützt, d.h. ohne Sonnenfilter, in die Sonne zu schauen.
Bei entsprechender Witterung, d.h. bei klarem Himmel, laden wir sie auch gern zur Beobachtung am Nachmittag auf den Mittelweg (Napoleonslinde) ein. Dann können sie unter fachmännischer Anleitung das Schauspiel völlig gefahrlos verfolgen. In der Zittauer Sternwarte wird leider keine Beobachtung möglich sein, da hohe Bäume die Sicht auf die Sonne verdecken.
Nähere Informationen zum Merkurtransit gibt es z.B. auf der Webseite http://www.merkurtransit.de/merkurtransit.htm. Verpassen sie die Gelegenheit nicht, denn den nächsten Transit gibt es erst wieder im November 2032 zu beobachten.
28-11-2019_16-40Uhr
Oktober 2019:
Auch im Oktober kann man nach Eintritt der Dämmerung am Südwesthimmel noch die Planeten Jupiter und Saturn beobachten. Ein interessanter Anblick ergibt dich am Abend des 3. Oktober, wenn sich die Sichel des zunehmenden Mondes dazu gesellt. Die Abbildung zeigt den Himmelsanblick um 21:00 MESZ.
Der Sternhimmel befindet sich im Oktober im Umbruch. Während sich die Sommersternbilder langsam von der Himmelsbühne verabschieden, treten die Herbststernbilder langsam auf. In der Übergangszeit lohnt sich der Blick auf den nördlichen Sternhimmel. Das Muster des "Großen Wagens" ist schnell gefunden. Durch Verlängerung der Linie der hinteren beiden Kastenstern findet man schnell den Polarstern sowie den "Kleinen Wagen", der jetzt hoch am Himnmel steht. Ebenfalls hoch am Himmel steht das "Himmels-W", das Sternbild Kassiopeia, dessen innere Spitze ebenso ungefähr in Richtung des Polarsterns zeigt.

03-10-2019_21-00Uhr

Links zu Internetseiten mit weiterführenden Beobachtungstipps

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