Beobachtungsberichte von interessanten Objekten - Sternwarte Zittau

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Beobachtungsberichte von interessanten Objekten

Merkurdurchgang am 11.11.2019
Wie schon im Vorfeld auf der Webseite der Sternwarte angekündigt, war durch den tiefen Sonnenstand und den Baumbewuchs an der Sternwarte der Transit des Planeten vor der Sonne von der Sternwarte aus nicht sichtbar. Vereinbart wurde eine Beobachtung auf dem Mittelweg, an der "Napoleonslinde". Leider machte uns ein lokales Wetterphänomen einen Strich durch die Rechnung. Der "Böhmische Wind". Dieser kalte, böige Fallwind tritt auf, wenn ein Hochdruckgebiet über dem Böhmischen Becken liegt. Der "Böhmische Wind" bläst dunstig-hochnebelähnliche Nebelschwaden aus Süden über das Zittauer Gebirge. Aber oft reicht dieses Gewölk nicht mal bis zur Stadt heran. So war es auch an diesem 11. November. An der "Napoleonslinde" pfiffen die Hochnebel vorbei. Wer diese Wettererscheinung kennt, weiß auch, dass sie stundenlang andauern kann.  Vom Mittelweg sahen wir die nördlichen Dörfer Wittgendorf und Mittelherwigsdorf in der Sonne liegen. Wir fuhren dann nach einer Stunde los, um wenigstens noch einen Blick zu erhaschen. In Wittgendorf hatten wir gegen halb drei noch klare Sicht. Und es reichte auch noch zu ein paar gelungenen Fotos dieser "Mini-Sonnenfinsternis".
Der nächste in Mitteleuropa beobachtbare Merkurtransit lässt sich erst in 13 Jahren wieder am 13. November 2032 beobachten.
Die Daten zu den Aufnahmen: Merkurtransit 2019 November 11, gegen 14 Uhr 30. Refraktor 80/840, fokal, 1/800 Sekunde bei ISO 1600, Canon 600D.
Aufnahmen: Dietmar Kitta.
Totale Mondfinsternis vom 21. Januar 2019

(Text und Bilder von Rainer Gründel, Olbersdorf)
Totale Mondfinsternis am 27. Juli 2018
Am Abend des 27. Juli 2018 fand eine totale Mondinsternis statt, die sich durch eine besonders lang andauernde Totalitätsphase auszeichnete. Auf dem Mittelweg von Zittau nach Olbersdorf versammelte sich eine große Zahl von Schaulustigen, um dieses Himmelsschauspiel zu verfolgen. Leider waren die Beobachtungsbedingungen anfangs alles andere als gut. Durch Wolken in der Nähe des Horizonts war die Sicht auf den Mond versperrt. Erst nach und nach besserte sich die Sicht und der verfinsterte "Blutmond" war zu sehen. Die Geduld hatte sich ausgezahlt. Nach dem Ende der Totalitätsphase konnte man sehen, wie der Mond langsam wieder aus dem Schatten der Erde herauswanderte und zu seinem alten Glanz zurückfand.
Neben dem Mond konnte an diesem Abend eine Planetenparade beobachtet werden. Außer dem Merkur waren alle mit dem bloßen Augen sichtbaren Planeten zu sehen. Ein Blick durch das Fernrohr rief bei den Besucher*innen große Freude hervor. So haben einige an diesem Abend das erste mal eine "Halbvenus", Jupiter mit seinen vier galileischen Monden, sowie Saturn mit seinen Ringen gesehen.
Als krönenden Abschluss zog die ISS noch in einem großen Bogen über den Himmel und schickte einen Gruß an die vielen versammelten Sternfreund*innen. Ein schöner Abend, den viele Besucher*innen auch bei angenehmen Temperaturen und einem kühlen Getränk sichtlich genossen.

Fotos von Rainer Gründel (Olbersdorf), Familie Kitta (Zittau) und Manfred Heinze (Mittelherwigsdorf)
Bei dem nebenstehenden Foto handelt es sich um einen zufälligen Glückstreffer. Fotografiert werden sollte die Spur der ISS mit "Astro-Alex" an Bord (helle Spur). Beim späteren Betrachten des Fotos fiel noch eine weitere etwas dunklere Spur neben der ISS auf. Hier handelt es sich wohl um einen zufällig fotografierten Meteor, im Volksmund auch "Sternschnuppe" genannt.
Schade! Hätte man es gleich bemerkt, hätte man sich etwas wünschen können. Nun ist es zu spät.
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